Fakten zur K22

Trassenbeschreibung


Um was geht es?

Der Kreis Pinneberg plant seit fast 40 Jahren den Bau/Ausbau der der Kreisstraße 22, kurz „K22“ zwischen den Städten Uetersen und Tornesch.

Die vom Kreis geplante K22-Trasse „mitten durch Esingen“ einschließlich der geplanten Untertunnelung der Bahnlinie Hamburg-Kiel würden ca. 10.000 Kfz/Tag befahren und den Tornescher Ortsteil Esingen durchschneiden und von Tornesch abtrennen.

Im weiteren Verlauf soll die K22 dann an die L110 angebunden werden, die direkt zur A23 führt.

Geplant ist also keine Umgehungsstraße, sondern ein Autobahnzubringer mitten durch unsere Wohngebiete.

Was will der Kreis mit seiner K22 erreichen?

Mit seiner K22-Trasse will der Kreis den Ortskern von Tornesch vom vorhandenen Verkehr entlasten.

Laut eigenem Verkehrsgutachten des Kreises wird durch seine K22 Trasse das Tornescher Zentrum je nach Streckenabschnitt aber

lediglich um max. 16% entlastet.

Was verschweigen die Verantwortlichen den Bürgern und Steuerzahlern?

1) Das mit der K22 der Verkehr aus den Nachbargemeinden zur A23 geleitet werden soll.

2) Das Verkehrsplaner im Allgemeinen bei der Planung von Umgehungsstraßen von Entlastungs-

    wirkungen zwischen 40% und 60% und nicht wie hier geplant von nur max.16% ausgehen.

3) Das Umgehungsstraßen deswegen Umgehungsstraßen heißen, weil sie um einen Ort/Ortsteil

    herum führen und nicht wie hier geplant mittendurch verlaufen soll und diesen zerschneiden.

4) Das Tornesch für das eigene Verkehrsaufkommen überhaupt keine K22 braucht.

Was fordern wir?

Wir fordern von den Verantwortlichen unserer Nachbargemeinden in Uetersen, Moorrege, den Marschdörfern und den Planern im Kreis Pinneberg ein gemeinsames Handeln zum Wohl aller Bürger. Die verkehrstechnische Entlastung der einen darf nicht die verkehrstechnische Mehrbelastung der anderen, der Bürger im Tornescher Stadtteil Esingen sein.

Wofür setzen wir uns ein?

Wir wollen den Bau/Ausbau einer K22 nicht verhindern, ganz im Gegenteil. Allerdings setzen wir uns für eine K22 ein, die weiträumig um den Tornescher Ortsteil Esingen herum geführt wird. Nur, reden alleine genügt nicht. Deshalb haben wir bereits 2014 durch ein Verkehrsplanungsbüro eine K22-Alternativtrasse planen lassen. Diese K22 Trasse lenkt den Verkehr bereits vor Erreichen der Tornescher Stadtgrenze um Esingen herum zur Westumgehung Pinneberg, die 2018 fertiggestellt sein wird, und somit einen direkten Anschluß an die A23 bietet. Diese K22-Trasse entlastet das Tornescher Zentrum um mind. 42%!

Mit dieser Trasse wird gleichzeitig der Bahnübergang (BÜ) Prisdorf untertunnelt, die ewig langen Schlangen vor den geschlossenen Schranken gehören damit endlich der Vergangenheit an. In einem ersten Schritt haben sich im April 2017 die Tornescher SPD, CDU und FDP sowie die Stadtverwaltung Tornesch ebenfalls für die Untertunnelung des BÜ Prisdorf ausgesprochen. Mehrheitlich beschlossen ist, dass die Stadtverwaltung Tornesch Anträge für die Untertunnelung bei dem zuständigen Straßenbauamt und der Bundesbahn stellen wird.

Stand der Dinge

Glaubt man dem Kreis Pinneberg, dann soll die Baugenehmigung für „seine“ K22 Trasse jetzt nach 40-jähriger Planungszeit (!) noch in 2017 erteilt werden. Nur gebaut wird die K22 dann immer noch nicht, denn:

-  Zwei für den Bau dieser K22 Trasse erforderliche Grundstücke befinden sich nicht im Besitz des Kreises, sie gehören Mitgliedern der IG Südtangente, diese Mitglieder müssten enteignet werden.

-  Wir waren in all den Jahren natürlich auch nicht untätig und haben zusammen mit unseren Juristen einige Punkte gegen die K22-Trasse des Kreises gesammelt.

-  Gerichtsprozesse? Wenn es sein muss, ja.

Denn wir sind mit Leidenschaft davon überzeugt, dass Straßen mit einer Frequenz von 10.000 Kfz/Tag als Autobahnzubringer und Neubautrasse nicht mitten durch einen Ort/Ortsteil sondern ausschließlich weiträumig herum gebaut werden dürfen.

Vergleichen Sie die K22 Trassenvarianten unter „Fakten, unsere K22 Trasse“ und machen Sie sich Ihr eigenes Bild.

Ergänzende Fragen beantworten wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch, unsere Kontaktdaten finden Sie im „Impressum“.

Tornesch, April 2017

Interessengemeinschaft

Südtangente Tornesch-Esingen