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Aktuell...

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Tornesch, die 4-geteilte Stadt.

Tornesch wird bereits seit vielen Jahrzehnten von vier großen Verkehrsadern durchkreuzt:

-  Der Kreisstraße 20, dass ist der Tornescher Weg von Uetersen nach Tornesch

-  Der Landesstraße 110, die Straße von der großen Kreuzung im "Zentrum" Richtung A23

-  Der Landesstraße 107, dass ist die Straße von Heidgraben über die große Kreuzung Richtung Prisdorf/Pinneberg

-  Der Bahnlinie Hamburg - Kiel

Am stärksten belastet ist durch diese verkehrstechnische Meisterplanung die große Kreuzung im Tornescher "Zentrum"

Seit nun fast 40 Jahren plant der Kreis Pinneberg die Kreisstraße 22 (K22), mit der das Tornescher Zentrum

spürbar vom Durchgangsverkehr entlastet werden soll.

Im Allgemeinen gehen Verkehrsplaner aber davon aus, dass neue Umgehungsstraßen die Zentren zwischen 40 und 60% vom

aktuellem Verkehrsaufkommen entlasten und neue Umgehungsstraßen weiträumig um den Ort/Stadt herum geführt werden.

Bei der K22 Planung des Kreises ist vieles anders, ob`s auch besser ist?.........

Denn die K22 Trasse des Kreises würde das Tornescher Zentrum (nach dem eigenen Gutachten des Kreises)

lediglich um max. 15% entlasten und mitten durch den Tornescher Ortsteil Esingen geführt werden.

Tornesch, die 5-geteilte Stadt!


Eigenes Gutachten

Bereits 2014 haben wir durch das Ing.Büro RegioConsult ein eigenes Gutachten für die von uns vorgeschlagene

K22-Trassenvariante ausarbeiten lassen. Nach diesem Gutachten erreicht unsere Trassenvariante im Tornescher "Zentrum"

eine Entlastung von 42%. Hierbei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Große Twiete/Wischmöhlenweg an unsere

Trassenvariante angeschlossen wird und sich dadurch eine noch wesentlich höhere Entlastungswirkung ergibt.

Bilder hierzu siehe unter "Fakten", "Unsere K22 Trasse".


Bahnübergang Prisdorf

Auf unseren Vorschlag hin hat die Stadt Tornesch die Schließzeiten des BÜ Prisdorf untersuchen lassen.

Ergebnis: 7.200 Kfz/Tag, von gemessenen 8 Stunden an einem Tag waren die Schranken 4 1/2 Std. geschlossen!

Eigentlich nichts neues, denn wer von uns kennt nicht die langen Wartezeiten vor den geschlossenen Schranken?

Daher fordert die Ig Südtangente seit vielen Jahren eine K22 als weiträumige Südumgehung um Tornesch-Esingen herum

und im Verlauf dieser Südumgehung die gleichzeitige Untertunnelung des BÜ Prisdorf und damit den direkten Anschluß

an die Westumgehung Pinneberg und zur A23.

Die Westumgehung Pinneberg wird voraussichtlich 2019 fertig gestellt.


Politische Situation

-  Sowohl die Tornescher SPD als auch die Tornescher CDU setzen sich für den Bau der K22 Trasse des Kreises ein und geben

   sich so mit einer Mini-Entlastung von 15% zufrieden und nehmen eine weitere Durchschneidung von Tornesch mit einer

   neuen Hauptverkehrsstraße "mitten durch Esingen" billigend in Kauf.

-  Nachdem nun auch der von der Stadt beauftragte Verkehrsplaner WasserKontor (so wie seit vielen Jahren die IG Südtangente)

   in seinem Gutachten die Untertunnelung des BÜ Prisdorf fordert, hat die Tornescher SPD ganz schnell im Bauausschuß einen

   "Antrag" zur Untertunnelung des BÜ gestellt!

   Scheinbar glaubt die SPD tatsächlich, dass zwei Tunnelanlagen (eine für die K22 in Esingen und eine für den BÜ Prisdorf) mit Kosten

   von jeweils ca. 20 Mio.€ und mit einem Abstand von nur ca. 800m voneinander gebaut werden!

   Fakt ist leider, dass mit soviel wirtschaftlichen Realitätsverlust keine spürbare Entlastung für das Tornescher Zentrum erreicht wird.


Aktueller Stand der Dinge

Siehe oben.


Übrigens

Wir haben immer Tornescher "Zentrum" geschrieben, aber gemeinhin nur als gängigen Begriff benutzt.

Denn mit tiefer Überzeugung sagen wir, dass Tornesch überhaupt kein Zentrum hat.

Oder wollen wir die Ansammlung von Supermärkten, 1€ Shops, einer Großkreuzung mit 14.000 Kfz/Tag,

ellenlangen Staus vor den Ampeln und diversen, täglich überfüllten Parkplätzen als "Zentrum" bezeichnen?

Meinen wir mit einem wirklichen Zentrum nicht Plätze, die zum Entspannen einladen, Sitzmöglichkeiten bieten,

Käffchen trinken, Bekannte treffen, schnacken.......

Zentrum Tornesch?

Nein, Tornesch hat kein Zentrum.

Chancen?

Ja, die hatte Tornesch.

Nur leider nicht genutzt.

Und wenn wir alle nicht aufpassen, vergeben wir auch bei der K22 unsere letzte Chance für eine echte Alternative.











22.10.2019:

Das Verwaltungsgericht Schleswig hat in Sachen K22 am 14.10.2019 eine weitreichende Vorentscheidung getroffen, wir möchten Ihnen dazu die nachfolgenden ergänzende

Informationen geben.

 

 

Zunächst ein Blick zurück:

  • Der Kreis Pinneberg plant seit 40 Jahren (!) an seiner K22.

  • Der Kreis hat bereits 2004 einen K22 Prozess gegen uns wegen grober Planungsfehler verloren.

  • Seit dem verlorenen Prozess plant der Kreis an der „Neuauflage“ seiner K22.

     

    Aktueller Stand der Dinge:

  • Und wieder hat der Kreis diverse Fehler bei der Planung der K22 gemacht.

    Nicht nur, dass er bei seiner aktuellen K22-Planung „übersehen“ hat, die öffentliche Auslegung der Planunterlagen nach den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben

    vorzunehmen, sondern der Kreis hat bei seiner Planung (wieder einmal) div.,

    sog. materielle Fehler gemacht.

     

  • Wir haben diese diversen Fehler nachgewiesen und haben deshalb Klage eingereicht.

     

  • Daraufhin hat der Kreis beim Verwaltungsgericht Schleswig das Aussetzen des Gerichtsverfahrens beantragt um die vielen Planungsfehler „auszumerzen“.

                  Für diesen „Heilungsprozess“ geht der Kreis selbst von einem Zeitaufwand 

                   von mind. 5 weiteren Jahren aus.

     

  • Das Verwaltungsgericht hat am 14.10.2019 diesen Antrag des Kreises abgewiesen und

    weist einerseits auf die diversen Planungsfehler des Kreises hin und spricht beiden

    klagenden Grundeigentümern aufgrund der langen K22 Planungszeit anderseits

    ausdrücklich das Recht auf Vollprüfung des Planfeststellungsbeschlusses

    (Baugenehmigung für die K22) durch einenProzess zu.

     

  • Tatsache ist, dass die Anwälte des Kreises selbst davon ausgehen, dass Kreis und Land

    vor dem Hintergrund dieser diversen und groben Planungsfehler den Prozess verlieren würden.

     

    Richtig ist, dass das Verwaltungsgericht Schleswig vorschlägt, vor einem Prozess ein sog. Meditationsverfahren durchzuführen. Mit diesem Verfahren kann in Einzelfällen eine außergerichtliche Einigung der Parteien erreicht werden. Eine Antwort auf diesen Vorschlag

    erwartet das Gericht von beiden Parteien bis zum 11.11.2019.

     

    Kreis und Land haben sich bereits jetzt für ein Meditationsverfahren ausgesprochen.

    (Quelle: Protokoll Sitzung Hauptausschuss Kreis vom 16.10.2019) Wir werden den Vorschlag

    des Gerichts mit unseren Juristen ausführlich und in Ruhe besprechen und dem Gericht dann rechtzeitig Nachricht geben, ob wir uns für das Meditationsverfahren oder den Prozess

    entschieden haben.